ORDENTLICHE DELEGIERTENVERSAMMLUNG
DER STIFTUNG GESUNDHEIT MITTELBÜNDEN

Die Transformation der Gesundheit Mittelbünden schreitet planmässig voran

Die Delegierten der Gesundheit Mittelbünden haben an der gestrigen Versammlung die Jahresrechnung 2025 einstimmig genehmigt. Der budgetierte Defizitausgleich der Trägergemeinden von CHF -7.7 Mio. für das anspruchsvolle Transformationsjahr 2025 konnte mit CHF -7.6 Mio. zum ersten Mal seit Jahren unterboten werden. Das EBITDA nach Swiss GAAP FER liegt bei CHF +1.1 Mio. «Angesichts der grossen strukturellen Anpassungen, des immensen Abbaus von Altlasten und der Realisierung zahlreicher Massnahmen ist diese Leistung aller Beteiligten bemerkenswert. Die Umsetzung der neuen Strategie im Einklang mit der kantonalen Versorgungsstrategie kommt voran» erklärt Stiftungsratspräsident Christian Rathgeb. Das Budget für das laufende Jahr liegt entsprechend tiefer bei
CHF -5.2 Mio. Abschliessend wählte die Delegiertenversammlung den neuen Gemeindeammann von Thusis, Remi Crameri, als Nachfolger von Ivo Rohrer in den Stiftungsrat.

Im Frühjahr 2025 haben sich die 24 Trägergemeinden der Gesundheit Mittelbünden geschlossen für die Strategie einer starken, finanziell tragbaren Grundversorgung mit innovativen Ansätzen entschieden. Mit diesem klaren Zukunftsentscheid begann eine anspruchsvolle und intensive Transformation. Als Folge der aus politischen, demografischen und finanziellen Gründen nicht wiedereröffneten Gebärstation wurden die Vorhalteleistungen des Spitals Thusis angepasst. Weiter wurde mit einem Mehrjahresplan die finanzielle Stärkung, der schrittweise Abbau der Finanzverbindlichkeiten und die Modernisierung der Stiftung eingeleitet. Auf personeller Seite konnte die zuvor hohe Fluktuationsrate um ein Vielfaches gesenkt werden. Die vakanten Führungspositionen des Finanzchefs, der Chefärztin Innere Medizin, des Chefarztes Chirurgie/Orthopädie, der ärztlichen Leitung Gynäkologie/Geburtshilfe, der Leitungen des Notfalls, der Pflege, der Bildung und des Qualitätsmanagements konnten vollständig und kompetent besetzt werden. Zudem wurden neue Kooperationen in den Bereichen Chirurgie und Pneumologie/Schlafmedizin lanciert. Das Patientenaufkommen konnte stabilisiert werden und die Zufriedenheit liegt gemäss den nationalen ANQ-Qualitätsmessungen auf sehr hohen Niveau im schweizweiten Vergleich. Von diesen Fortschritten zeigte sich auch Regierungsrat Peter Peyer beim Besuch des Gesundheitsamts im September in Thusis beeindruckt. Das vor ein paar Tagen präsentierte Leitbild des Kantons Graubünden zeigt, dass die Strategie der Gesundheit Mittelbünden den kantonalen Zielsetzungen entspricht. «Gemeinsam mit Kanton und Gemeinden, Stiftungsrat und Geschäftsleitung, Mitarbeitenden und Bevölkerung haben wir die Stärkung unserer Stiftung angepackt. Für das Engagement und Vertrauen bedanken wir uns herzlich und setzen diesen Weg fokussiert fort», schliesst CEO Sandro Pirovino.