REGIERUNGSRAT CHRISTIAN RATHGEB BESUCHT SPITAL THUSIS

Regierungsrat Christian Rathgeb stattet bis im Herbst allen zehn Bündner Regionalspitälern einen Besuch ab. Am heutigen Mittwoch, 6. Juni 2018, weilte er zusammen mit Departementssekretärin Nicola Katharina Kull und dem Amtsleiter des Gesundheitsamtes, Rudolf Leuthold, im Spital Thusis. Wichtige aktuelle Themen wurden mit dem Präsidenten des Stiftungsrates des Spitals Thusis, Curdin Capaul, den weiteren Delegierten des Stiftungsrates Erika Hanselmann und Thomas Rüegg und der Spitalleitung erörtert.

Der Gesundheitsdirektor berichtete an der Medieninformation über seine Erkenntnis, dass am Spital Thusis sehr gute Arbeit geleistet wird. Er schätzt die Bestrebungen sehr, dass man proaktiv Vorwärtsgehen will und notwendige Entwicklungen anpackt. Es sind verschiedene strategische Herausforderungen an die Hand zu nehmen. Im Gesundheitswesen deuten sich auf nationaler Ebene veränderte Rahmenbedingungen an, wie zum Beispiel Steuerung durch Mindestfallzahlen, die Verlagerung von stationären Fällen zu ambulanten Behandlungen und hohe Qualitätsrichtlinien.

Christian Rathgeb ist nach wie vor überzeugt von der dezentralen Versorgung im Kanton Graubünden. Diese ist unverzichtbar für eine gute Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und der Gäste. Durch die sich anbahnenden verschärften Rahmenbedingungen ist aber die Zeit der Alleingänge vorbei. Im Rahmen einer integrierten Versorgung braucht es sehr enge Kooperationsformen zwischen den regionalen Gesundheitsanbietern wie Spitäler, Heime, Spitex usw. Auch die Zusammenarbeit von Spitälern in benachbarten Regionen soll gefördert werden. Hier sind beispielsweise die Spitäler Savognin und Thusis angesprochen. Nur mit integrierten Versorgungsmodellen können die kleinen Leistungserbringer überleben. Für diese nachhaltige Entwicklung sollen alle Institutionen dazu beitragen. Damit wäre eine dezentrale Versorgung für die Bündner Bevölkerung und unseren Gästen nach wie vor möglich. Christian Rathgeb legt Wert auf die Aussage, dass der Kanton Graubünden bereits heute schon eines der günstigsten Grundversorgungsmodelle vorweisen kann.

Sehr erfreut nahm Regierungsrat Rathgeb Kenntnis von den grossen Bemühungen im Qualitätsbereich. Dass das Spital Thusis bei den Geburten im nationalen Spitalvergleich von Comparis an der Spitze liegt, zeige eindrücklich auf, dass auch in den Bündner Regionalspitälern hervorragende Qualität angeboten werde. Ebenfalls hob er die Bemühungen des Thusner Spitals in Bezug auf den Rettungsstützpunkt Bergün hervor. Dank dem unkomplizierten Handeln der Verantwortlichen konnte die Versorgungssicherheit im Albulatal gewährleistet werden. 

Spitaldirektor Reto Keller brachte an der Medieninformation seinen Dank an Regierungsrat Rathgeb und seinen engsten Mitarbeitenden für die regelmässigen Besuche und den konstruktiven Austausch zum Ausdruck. Im Rahmen der Berichterstattung über die Entwicklung des Spitals und die finanziellen Kennzahlen wurde die nationale Tendenz Stationär Richtung Ambulant ausgiebig thematisiert. Das Spital Thusis hat dieser Entwicklung mit der geplanten Neuorganisation des Notfalls mit Konzentration des gesamten ambulanten Bereiches auf einer Ebene bereits Rechnung getragen. Regierungsrat Rathgeb lobte dieses rasche Handeln in dieser Thematik, hier sind alle Schweizer Spitäler über kurz oder lang gefordert. Über die bevorstehenden Herausforderungen sind sich Stiftungsrat und Spitalleitung sehr bewusst. Man will diese Themen proaktiv anpacken. 

Reto Keller, Spitaldirektor

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